Sonntag, 28. Juni 2009

Tag 11 - Von Riesenbäumen, gewollter Brandstiftung und grandiosen Ausblicken

Wusstet ihr eigentlich, wie Männer entscheiden, bei welcher Tankstelle sie tanken wollen? Ich hätte gesagt, sie entscheiden sich für eine bestimmte Marke weil sie die für qualitativ gut bewerten und bleiben denn dabei. Mein Mann sucht die Tanke nach der Farbe aus... wir mussten heute mal wieder tanken und fuhren durch Oakhurst an sage und schreibe 3 (!) Tankstellen vorbei bis wir zu unserer Lieblingsmarke Chevron gelangten und dort tankten. Als ich ihn fragte, warum er nicht bei den anderen getankt hat meinte er bloß, die hätten so eine hässliche farbe (u.a. grell-türkis) gehabt, deswegen wollte er dort nicht tanken. Ok, klingt logisch...

Ansonsten haben wir heute rund 200 Meilen zurück gelegt, indem wir durch den Yosemite-Park gefahren sind und zwischendurch eine kleine Pause im Hotel eingelegt haben. Diese 200 Meilen bestanden ausschließlich aus Kurven. Ich hab mal spaßeshalber die Kurven gezählt: Vom Hotel bis zum Parkeingang sind es 16 Meilen und 101 Kurven. Vom Parkeingang bs zur Abzweigung zum Glacier-Point sind es 11 Meilen und ca. (hab mich glaub ich etwas verzählt) 164 Kurven. Die meisten davon sind scharfe Kurven wie man sie bei uns an Autobahnausfahrten kennt, oder Kurven, die schnell ineinander übergehen. Im Park haben wir pro Meile knapp 15 Kurven gehabt, das sind ca. 9 pro Kilometer. Klingt nicht viel, ist es aber. Aber gut, wie sagte Marc, "wer schöne Plätze sehen will muss eben leiden". Das hab ich. Definitiv.

Zurück zum Tag: Wir sind mit einem Schnell-Frühstück bei McDonalds gestartet und nahmen Kurs auf den Mariposa Grove, ein Waldstück, in dem es die Sequoia-Riesenbäume gibt. Für $25 pro Person bekamen wir jeder einen Empfänger und Kopfhörer, und jeder Gast, der mit der offenen Tram mitfuhr, konnte aus 5 Sprachen wählen, u.a. war auch deutsch dabei. Die Tour hat eine gute Stunde gedauert mit 2 kurzen Stopps und wir haben viel über die Bäume dort gelernt und viele viele Fotos gemacht. Das letzte Stück konnte man auch zu Fuß zurück gehen (0,8 Meilen), was Marc auch gleich in Anspruch genommen hat. Die Tour war super schön und interessant. U.a. haben wir auch gelernt, warum die Ranger regelmäßig kontrollierte Feuer im Park legen, damit der Waldboden von Unrat (Zapfen, Nadeln, totes Holz) und überschüssigen Bäumen befreit wird. Ach ja, wie kann es auch anders sein: Unser Fahrer hieß Ranger Bob... da mussten wir beide doch sehr schmunzeln und uns zusammenreißen, das nicht laut heraus zu rufen wie beim Dschungelcamp *g*.

Weiter ging es ins Yosemite-Valley, wo wir kurze Pause am Flussufer machten und danach einmal durchs Valley fuhren auf der Suche nach einem Restroom (WC). Da heute Samstag, Sommerzeit und gutes Wetter war, war der Park hoffnungslos überfüllt. Die meisten größeren Parkplätze waren wegen Überfüllung geschlossen und nur wenn man Glück hatte konnte man noch auf einem Seitenstreifen etwas erwischen. Marc und ich hatten kein Glück, also drehte der eine seine Runden über den Parkplatz während der andere schnell zum Restroom ging. Ging eben nicht anders :-)

Danach wollten wir (froh dass wir das Visitor-Center gestern schon abgehakt hatten, denn heute war die Schlange der Wartenden 20m lang...) zum Bridevail-Falls-Point (ein Aussichtspunkt, an dem man die "Brautschleier-Wasserfälle" gut sehen kann), doch auch der war wegen Überfüllung geschlossen. Schade, aber wir haben ihn vom Straßenrand trotzdem ganz gut fotografieren können. Mittagspause haben wir wider am Fluss gemacht, und ich hab meine Füße im eiskalten Wasser gebadet. Das war so kalt, dass es schon nach kurzer Zeit weh tat. Aber die Ruhe und die Atmosphäre dort waren einfach spitze.

Dann stellten wir fest, dass wir zu wenig zu trinken eingepackt hatten und entschieden uns, ins Hotel zurück zu fahren, uns kurz auszuruhen und gegen 5 zum Glacier-Point zu fahren, ein Aussichtspunkt von dem man aus das ganze Tal überblicken kann. Also wieder durch die Kurven (ja ja, ich sag nichts mehr dazu *g*) und pünktlich kurz vor Sonnenuntergang waren wir am Ziel. Unterwegs haben wir noch jede Menge Feuerwehrleute gesehen, und ein Feuer an einem Berghang. Das war eins der gelegten Feuer und es war spannend für uns, das zu sehen.

Zum Abschluss des langen Tages noch schnell in den Supermarkt (dank Kundenkarte bei "Vons" wieder gut was gespart), Abendessen besorgen und ab ins Hotel. Morgen gehts dann auf zur letzten Etappe (schnief) unserer Reise: San Francisco, wir kommen!

P.S.: Das Bild des Tages, oben am Glacier Point:

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